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Das Änderungsmanagement

In jedem Projekt sind Änderungen so sicher wie das Amen in der Kirche. Oder, anders gesagt „ohne Änderungen gibt es auch keine Verbesserungen“. Änderungen an sich werden durch den Vorgang der Produktreifung im Entwicklungsprozess, Maßnahmen zur Kostensenkung und/oder hinzukommende Anforderungen verursacht. Außerdem tragen eine Vielzahl externer Gründe dazu bei, dass ständig Änderungen durchgeführt werden müssen.

Also, falls ihre Firma in dynamischen Umgebungen tätig sein sollte, dann sollte Ihr Hauptaugenmerk bezüglich Kosteneinsparungen, Termintreue und Leistungsfähigkeit auf dem Vorhandensein und der Anwendung eines effizienten Change Managements, das eine Möglichkeit zur Änderungsdurchführung und dem Einhalten von klaren, präzisen und gültigen Anforderungen enthält, liegen. Das hört sich relativ einfach an, nicht wahr? Es könnte tatsächlich sehr einfach sein, vorausgesetzt Sie haben die richtigen Prozesse zur Identifizierung, Bekanntmachung, Entscheidungsfindung und zur Einarbeitung der Änderungen bereits in einem frühen Stadium etabliert.

Ein Schlüsselpunkt mit sehr viel Einfluss hinsichtlich Kosten und Produktivität ist die Effizienz des Änderungsmanagements. Eine Reduzierung der Kosten bedeutet, Änderungen früher als bisher erkennen, überprüfen, bekanntgeben und auch durchführen zu müssen. Je näher ein Erzeugnis dem Produktionsstart kommt, desto höher schlagen auch Änderungen am Produkt finanziell zu Buche.
Für diesen Umstand gibt es mehrere Gründe. Leider werden eine Vielzahl von späten Änderungen durch unzureichende Kommunikation zwischen den Abteilungen und aufgrund des Fehlens klarer Richtlinien über die Durchführung von Änderungen und aller von der Änderung betroffenen Gegenstände verursacht. Folglich werden sich die Änderungen vervielfachen und man wird mehr mit den Änderungen selbst beschäftigt sein, anstatt mit der Kontrolle der Änderungen, ohne sich dabei wichtigeren Aufgaben widmen zu können. In eine solche „Reagieren, anstatt zu Agieren“- Situation sollte man besser nicht geraten. Change Management kann Ihnen helfen, eine solche Situation zu vermeiden.

Das Konfigurationsmanagement trägt pro-aktiv zur Änderungskontrolle bei, anstatt von Änderungen vorangetrieben zu werden!

Ein flächendeckendes und Nutzen bringendes Änderungsmanagement zu haben, stellt den hauptsächlichen Unterschied zwischen PLM und KM dar. Während sich PLM hauptsächlich auf die Verwaltung  der Dokumentation, Bills-of-Material und die physikalischen Eigenheiten eines Erzeugnisses konzentriert, deckt das Konfigurationsmanagement auch das gesamte Änderungswesen ab, wobei es sowohl die Verbindungen zwischen allen KM-Bestandteilen als auch zu den zusammengehörigen Änderungsanträgen (ECR, ECN, etc.) und zu der funktionalen Konfiguration enthält. Das alles wird also benötigt, um die richtige Entscheidung zur richtigen Zeit treffen zu können - und zwar unabhängig davon, von welcher Stelle aus die Entscheidung getroffen wurde (Ingenieurwesen, Produktionsleitung oder aus dem Management). Wie aber soll man die richtige Entscheidung treffen können, wenn alle relevanten Informationen, die auch die möglichen Auswirkungen einer noch nicht eingetretenen Änderung enthalten können, noch nicht verfügbar sind? Darüber hinaus muss auch noch die gesamte Änderungshistorie im Auge behalten werden und abrufbar sein, was auch wiederum dabei hilft, undokumentierte Änderungen zu vermeiden.